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Ready für Bestzeiten: Dein Guide fürs nächstes Laufevent

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„Race ready“ zu sein bedeutet weit mehr als unendlich viele Kilometer gelaufen zu sein. Zur richtigen Laufvorbereitung gehören nicht nur die Trainingseinheiten selbst, sondern auch mentale Stärke, eine smarte Ernährung, ausreichend Regeneration und ein klarer Plan für den Lauftag.1 Der Weg zur Bestform beginnt lange, bevor du an der Startlinie stehst.

Egal, ob dein Ziel ein 5-Kilometer-Lauf, ein Halbmarathon oder ein Marathon ist: Ob du gut vorbereitet an den Start gehst, macht oft den Unterschied zwischen „irgendwie ins Ziel kommen“ und deiner absoluten Bestleistung.

Viele Läufer konzentrieren sich vor allem auf ihr Trainingsvolumen. Die Wissenschaft zeigt aber, dass starke Performance beim Laufen von deutlich mehr Faktoren abhängt.

Wer im Training ständig ans Limit geht und Regeneration vernachlässigt, riskiert nicht nur Verletzungen, sondern auch, am großen Tag nicht sein volles Potenzial abrufen zu können.

„Race ready“ zu sein bedeutet, nichts dem Zufall zu überlassen. Wenn du körperlich und mental optimal vorbereitet bist, kannst du selbstbewusst an den Start gehen, deinen Lauf genießen und mit einem starken Finish ins Ziel laufen.

„Race ready“: Was bedeutet das wirklich?

Körperlich bereit sein

Die körperliche Vorbereitung ist die Basis für einen erfolgreichen Lauf. Dazu gehören Ausdauer, ein starkes Herz-Kreislauf-System, starke Muskeln und belastbares Bindegewebe – alles, was dein Körper braucht, um die Herausforderungen am Lauftag souverän zu meistern.

Einer der wichtigsten Bausteine auf dem Weg dorthin? Ein strukturierter Trainingsplan. In den meisten Laufplänen steigt die Belastung Schritt für Schritt an, bevor das Trainingsvolumen in der sogenannten Tapering-Phase wieder reduziert wird. Tapering bezeichnet eine gezielte Verringerung der Trainingsbelastung in den Tagen oder Wochen vor einem Lauf.2

Ein guter Trainingsplan setzt außerdem unterschiedliche Reize, statt jeden Lauf im gleichen Tempo zu absolvieren. Lange Läufe stärken deine aerobe Ausdauer und helfen deinem Körper, Energie effizienter zu nutzen. Lockere Läufe, etwa im Zone-2-Bereich, fördern die Regeneration und sorgen gleichzeitig dafür, dass du wichtige Trainingskilometer sammelst.

Tempoläufe helfen dabei, die Laktatschwelle zu verbessern. Dadurch kannst du ein höheres Tempo über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten und deine Herzfrequenz auch bei Belastung besser kontrollieren. Tempo-Sessions wie Sprints und Intervalle, verbessern die Laufökonomie und die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems.

Du profitierst außerdem von abwechslungsreichem Training. Vor allem Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen, Rudern oder Wandern können deine aerobe Fitness verbessern und deinem Körper gleichzeitig eine Pause von den wiederholten Belastungen des Lauftrainings geben.3

Mental bereit und stark sein

Die mentale Vorbereitung wird oft unterschätzt, spielt für deine Performance am Lauftag aber eine wichtige Rolle. Ein Lauf kann Nervosität, körperliche Belastung, Unsicherheit und unerwartete Herausforderungen mit sich bringen.

Wenn du mental gut vorbereitet bist, kannst du auch unter Druck ruhig, fokussiert und anpassungsfähig bleiben.

Eine hilfreiche Strategie ist der positive innere Monolog aus der Sportpsychologie. Studien zeigen, dass diese Strategie die Ausdauerleistung verbessern kann, weil wir die Anstrengung während des Trainings als weniger intensiv empfinden.4 Einfache Sätze wie „Bleib entspannt“, „Ruhig und konstant“ oder „Ich bin stark genug“ können dir helfen, auch in schwierigen Momenten den Fokus zu behalten.

Auch die Zielsetzung ist ein wichtiges Werkzeug. Statt dich ausschließlich auf ein einziges Ergebnis zu konzentrieren, empfehlen viele Coaches, mit A-, B- und C-Zielen zu arbeiten:

  • A - Dein absolutes Top-Ergebnis, zum Beispiel ein Personal Best.
  • B - Eine solide Leistung, die sich trotzdem wie ein Erfolg anfühlt.
  • C - Wohlbehalten ins Ziel kommen und stolz auf das sein, was du erreicht hast.

Auch Visualisierung kann dein Selbstvertrauen stärken. Wenn du dir die Strecke, Verpflegungsstationen, deine Pace-Strategie und schwierige Momente bereits im Vorfeld vorstellst, kann das gegen Nervosität helfen und sorgt dafür, dass du dich besser vorbereitet fühlst.

 

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Ernährung

Die richtige Ernährung ist sowohl für dein Training als auch für deine Performance am Lauftag entscheidend. Selbst ein Top-Trainingsplan kann durch eine unzureichende Energieversorgung ausgebremst werden.

Im Alltag sollte dir deine Ernährung genügend Kalorien, Kohlenhydrate, Proteine, gesunde Fette und Flüssigkeit liefern, um deine Regeneration und Leistungsfähigkeit zu unterstützen. Kohlenhydrate spielen eine besonders wichtige Rolle, weil sie die wichtigste Energiequelle für Ausdauertraining sind.

Vor längeren Läufen wie einem Halbmarathon oder Marathon setzen viele Läufer auf Carbo-Loading. Dabei erhöhst du in den Tagen vor dem Lauf gezielt deine Kohlenhydratzufuhr, um die Glykogenspeicher in den Muskeln maximal zu füllen.

Beim Essen vor dem Lauf solltest du keine Experimente machen. Setze auf etwas Vertrautes, das du gut verträgst und leicht verdauen kannst. Ideal ist eine kohlenhydratreiche Mahlzeit mit einer moderaten Menge Protein und wenig Fett oder Ballaststoffen. Viele Läufer essen zwei bis vier Stunden vor dem Start, je nach ihren persönlichen Vorlieben und ihrer Verdauung.

Auch während des Laufs spielt die Energieversorgung eine wichtige Rolle, besonders, wenn du länger als 75–90 Minuten unterwegs bist. Energiegele, Sportgetränke, Chews (Energie-Fruchtgummis) oder andere Kohlenhydratquellen können dabei helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und Ermüdung hinauszuzögern.

Genauso wichtig: ausreichend trinken. Zu wenig Flüssigkeit kann deine Ausdauerleistung beeinträchtigen. Zu viel zu trinken kann aber ebenfalls problematisch sein.

Auch Elektrolyte – insbesondere Natrium – spielen eine wichtige Rolle. Sie helfen dir dabei, den Flüssigkeitshaushalt und die Muskelfunktion während längerer Belastungen zu regulieren, vor allem bei warmen Temperaturen oder wenn du viel schwitzt.

Regeneration

Regeneration gehört zu den am meisten unterschätzten Bausteinen auf dem Weg zur Bestform. Denn die eigentlichen Trainingsanpassungen passieren nicht während des Laufens, sondern in den Erholungsphasen danach, wenn dein Körper die Trainingsbelastung verarbeitet, sich repariert und anpasst.

Eines der wirksamsten Regenerations-Tools überhaupt ist Schlaf. Zu wenig oder schlechter Schlaf kann deine Erholung, deinen Hormonhaushalt, deine Reaktionsfähigkeit, deine Stimmung und deine Performance beeinträchtigen.

Wenn du dich auf einen Lauf vorbereitest, solltest du deshalb besonders in den Wochen vor dem Start auf regelmäßigen und ausreichenden Schlaf achten.

Auch Mobility-Training und aktive Erholung können die Regeneration unterstützen. Sie fördern die Durchblutung, reduzieren Steifheit und helfen dabei, gesunde Bewegungsmuster aufrechtzuerhalten.

Lockere Spaziergänge, Radfahren, Dehnen oder Foam Rolling können die Erholung ohne zusätzliche Trainingsbelastung unterstützen.

Wer die Regeneration vernachlässigt, riskiert übermäßige Müdigkeit, eine schlechtere Performance und ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

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Die Nervosität steigt? So gehst du damit um

Vertraue auf deinen Trainingsprozess. Fitness entsteht durch Monate konsequenten Trainings, nicht durch die letzten Workouts unmittelbar vor dem Start.

Bei Nervosität am großen Tag können dir diese Strategien helfen:

  • Konzentriere dich auf das, was du beeinflussen kannst.
  • Halte an deinen gewohnten Routinen fest.
  • Verliere dich nicht in Pace-Prognosen oder Vergleichen auf Social Media.
  • Nutze Atemübungen oder Visualisierung, um ruhig zu bleiben.
  • Mach dir bewusst: Nervosität ist völlig normal und oft ein Zeichen dafür, dass du bereit bist.

5 Expertentipps für den großen Tag

  1. Hab deine Ziele parat: Halte deinen Pace-Plan oder deine Ziele griffbereit, wenn dir das hilft. Manche Läufer schreiben sich sogar kleine Erinnerungen auf den Arm.
  2. Wärm dich auf: Ein gutes Warmup bereitet Muskeln, Herz-Kreislauf-System und Nervensystem auf die bevorstehende Belastung vor. Selbst bei kürzeren Läufen lohnt sich ein schrittweises Aufwärmen von 15–30 Minuten.
  3. Starte langsam: Einer der häufigsten Fehler am Lauftag? Zu schnell loszulaufen. Wenn du dein Tempo zu Beginn kontrollierst, hast du oft die besten Chancen auf ein starkes Finish.
  4. Vertrau auf deine Pace: Vertraue auf dein Training und deine Pace-Strategie, statt dich von der Aufregung um dich herum mitreißen zu lassen.
  5. Feier dich selbst und hab Spaß: Ein Laufevent darf dich fordern, aber vor allem darf (und soll) es dir Spaß machen. Ganz egal, was die Uhr am Ende sagt: Das Überqueren der Ziellinie steht für deine harte Arbeit, deine Disziplin und deinen Einsatz.
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Und wie geht‘s nach dem Laufevent weiter?

Dein Körper hat abgeliefert. Muskeln, Sehnen und das Nervensystem haben Höchstleistung erbracht. Jetzt ist Regeneration angesagt. Gönn dir ein paar Tage echte Pause, bevor du wieder die Laufschuhe schnürst.

Spazierengehen, Dehnen oder Mobility-Training fördern die Durchblutung und können Muskelverhärtungen lösen. Kohlenhydrate, Proteine, ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte unterstützen die Muskelregeneration und helfen dabei, die Glykogenspeicher wieder aufzufüllen.

Sobald du dich erholt hast, lohnt sich der Blick zurück. Was lief gut? Welche Herausforderungen gab es? Und was würdest du beim nächsten Mal anders machen? Nutze diese Erkenntnisse, um dir dein nächstes Ziel zu setzen.

Du siehst also, „Race ready“ zu sein bedeutet mehr als einfach nur Workouts abzuhaken. Es bedeutet, Körper und Kopf mit smartem Training, der richtigen Energieversorgung, gezielter Regeneration und einer klaren Strategie auf den Lauftag vorzubereiten.

Es geht nicht um Perfektion. Sondern um die richtige Vorbereitung.

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Quellen

[1] American College of Sports Medicine. (2021). ACSM’s guidelines for exercise testing and prescription (11th ed.). Wolters Kluwer.

[2] Bosquet, L., Montpetit, J., Arvisais, D., & Mujika, I. (2007). Effects of tapering on performance: A meta-analysis. Medicine & Science in Sports & Exercise, 39(8), 1358–1365.cross-training,

[3] Blagrove, R. C., Howatson, G., & Hayes, P. R. (2018). Effects of strength training on the physiological determinants of middle- and long-distance running performance. Sports Medicine, 48(5), 1117–1149.

[4] Hatzigeorgiadis, A., Zourbanos, N., Galanis, E., & Theodorakis, Y. (2011). Self-talk and sports performance: A meta-analysis. Perspectives on Psychological Science, 6(4), 348–356.

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