Die 3 häufigsten Mythen über Bodyweight Training

Die 3 häufigsten Mythen über Bodyweight Training

Glaubst du nicht allen Vorteilen, die Bodyweight Training angeblich haben soll? Menschen, die auf andere Trainingsformen schwören, Menschen, die Bodyweight schon mal halbherzig ausprobiert haben oder Menschen, die es selbst noch nicht gemacht haben, verbreiten gerne mal Unwahrheiten darüber. In diesem Artikel räumen wir mit den häufigsten Mythen über Bodyweight Training auf.

Mythos #1: Mit Bodyweight Training kann man keine Muskeln aufbauen.

Das ist schlicht und ergreifend falsch. Das eigene Körpergewicht als Widerstand stellt einen extremen Reiz für die Muskulatur dar. Sie wird gestärkt und funktionelle Muskelmasse wird aufgebaut. Um Muskeln aufzubauen, brauchen wir zwei Dinge: Eine Belastung des Muskels, die er nicht gewöhnt ist, und die entsprechende Regenerationszeit, in der er sich an die Belastung gewöhnen kann. Wie diese Belastung entsteht, ist völlig belanglos. Deiner Schultermuskulatur ist es beispielsweise egal, ob du Schulter Shrugs mit Gewicht oder Pullups machst. Sollte jemand das Gegenteil behaupten, dann hör nicht darauf. Mit dem nötigen Widerstand, der richtigen Ernährung und Regeneration kannst du mit Bodyweight Training auf alle Fälle Muskeln aufbauen.

Mythos #2: Man kann den Widerstand nicht verändern.

Nur weil du keine Gewichtsscheiben hinzufügen oder wegnehmen kannst, so wie beim Hanteltraining, heißt das nicht, dass du keine Fortschritte machen kannst. Anstatt Gewicht hinzuzufügen, passt du die Ausführung an. Indem du etwa den Winkel oder die Belastung auf die Gelenke veränderst, veränderst du die Beanspruchung der Muskulatur, die du trainieren möchtest.

Die Intensität kann zudem durch die Dauer der Belastung bei jeder Wiederholung verändert werden. Beispiel Pushups: Hast du schon mal versucht, bei jeder Wiederholung den Körper fünf Sekunden lang ein paar Zentimeter über dem Boden zu halten? Wenn ja, dann weißt du, wie effektiv es ist, den Muskel länger unter Spannung zu halten. Dies wird auch als 'Time under tension' bezeichnet, also die Zeit, in der der Muskel angespannt wird. Eine lange 'Time under tension' und niedrige Wiederholungszahlen führen zu einer höheren Muskelproteinsynthese (Muskelaufbau). Mit höheren Wiederholungszahlen baut man nicht ganz so viel Muskelmasse auf, trainiert dafür aber die Kraftausdauer und Explosivkraft. Die Kombination aus hohen Wiederholungszahlen und einer langen 'Time under tension' eignet sich ideal, um rundum fit zu werden.

Freeletics4.0 Dorian

Mythos #3: Mit Bodyweight Training verbrennt man weniger Kalorien als mit Ausdauertraining.

Mit Bodyweight Training verbrennt man nicht nur genauso viele Kalorien wie beim Langstrecken- und langsamen Laufen (oder anderen Ausdauer-Sportarten), sondern regt auch den Muskelaufbau an. Mehr Muskelmasse führt dazu, dass wir im Ruhezustand mehr Kalorien verbrennen (wir erhöhen also unseren Grundumsatz). Wenn du hochintensives Bodyweight Training betreibst, profitierst du zudem vom so genannten Nachbrenneffekt, d. h. dass dein Körper auch lange nach dem Training noch Kalorien verbrennt.

Beim Training geht es aber natürlich nicht nur darum, Kalorien zu verbrennen. Es geht darum, leistungsfähiger zu werden, und ganz wichtig, gesund zu bleiben. Beim Bodyweight Training trainierst du Muskeln und Gelenke im vollen Bewegungsradius und verbesserst damit Stabilität, Mobilität und Flexibilität. Du formst also nicht nur deinen Körper und baust Muskeln auf, sondern erhältst auch deine Gesundheit.