Welches Öl eignet sich wofür?

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Die Auswahl ist groß. Raps-, Kokos-, Kürbis- oder Leinöl. Man könnte die Liste unendlich weiterführen. Längst ist das Olivenöl nicht mehr das einzig verwendete Pflanzenöl. Mit der Vielfalt in unserer Küche wächst auch die Anzahl der Fragen. Verwendet man zum Braten besser Olivenöl oder Rapsöl? Welches Öl eignet sich am besten für ein Salatdressing? Und welches Öl ist eigentlich am gesündesten? Du findest das klingt alles ziemlich kompliziert? Hier erhältst du einen Überblick über vier Öle und wie du sie am besten in deiner Küche einsetzt.

Rapsöl

Rapsfelder strahlen goldgelb, auch in unserer Küche hat das Rapsöl eine Goldmedaille verdient. Rapsöl mit guter Qualität ist reich an Vitamin E und enthält viele Antioxidantien, welche unsere Zellen vor Schädigungen schützen und uns jung halten. Auch der hohe Gehalt an Omega 3 Fettsäuren, macht Rapsöl für unsere Ernährung besonders wertvoll. Kaltgepresst eignet sich Rapsöl für Salatdressings oder Marinaden. Durch den nussig, an Senf erinnernden Geschmack ist das Rapsöl auch ein Highlight für diverse Dips. Hohe Temperaturen lassen das Öl schnell ranzig werden. Zum Braten solltest du es daher nicht verwenden! Besser geeignet ist raffiniertes Rapsöl. Es ist hitzebeständiger, verliert durch den Prozess der Raffination jedoch an Geschmack und Vitaminen.

Gut zu wissen: Nur die raffinierten Öle haben eine gelbe Farbe. Kaltgepresste Öle erkennst du an ihrer grünen Farbe.

Olivenöl

Tomaten-Mozzarella-Salat ohne Olivenöl. Unvorstellbar. Olivenöl ist die Perle Italiens. Erste Wahl, wenn es um die Frage des Öls der Italiener geht. Wie Rapsöl, hat auch Olivenöl einen hohen Gehalt an Vitamin E, welches zu den fettlöslichen Vitaminen gehört und daher in Verbindung mit Fett besonders gut vom Körper aufgenommen wird. Außerdem enthält es viele einfach ungesättigte Fettsäuren und wenig Cholesterin, was sich wiederum günstig auf unsere Blutfettwerte auswirkt. Olivenöl lässt sich in unterschiedliche Güteklassen einteilen. Extra natives und natives Olivenöl werden kaltgepresst. Sie enthalten die meisten Vitamine und Inhaltsstoffe und sind am Intensivsten im Geschmack. Die lediglich als “Olivenöl” betitelten Öle enthalten oft eine Mischung aus raffinierten und gepressten Ölen. Fruchtig, scharf, bitter, mild… Je nach Geschmack verfeinert Olivenöl Salate, diverse Hauptgerichte oder wird beim Backen verwendet. Olivenöl ist nicht besonders hitzebeständig und sollte deshalb nicht stärker als 180° Celsius erhitzt werden, da sich sonst die unerwünschten trans-Fett Säuren bilden können, welche die guten Eigenschaften des Olivenöls ins Gegenteil verkehren.

Leinöl

Leinöl gilt als echtes Kraftpaket. Besonders reich an essentiellen Omega 3 Fettsäuren, hat es positive Auswirkungen auf unser Herz und Kreislaufsystem. Mit einem Gehalt, um die 70 Prozent stellt Leinöl selbst Öle wie Rapsöl, welches als besonders reich an Omega 3 gilt, weit in den Schatten.

Der hohe Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren macht Leinöl besonders anfällig, da diese unstabil beim Kontakt mit Sauerstoff sind. Leinöl oxidiert schnell, verliert an Geschmack und wird bitter. Deshalb ist es wichtig, Leinöl nach Verwendung luftdicht zu verschließen. Kaufe am besten immer nur kleine Mengen und achte darauf, dass du die Flasche kühl und dunkel lagerst. So erhältst du den vollen nussigen, leicht heuartigen Geschmack. Besonders lecker schmeckt Leinöl in Quarkspeisen. Kombiniere sie süß mit Früchten oder herzhaft. Der Klassiker ist Leinöl mit Quark, Kartoffeln und Kräutern.

Kokosöl

Kokosöl ist ein wahres Multitalent. Es wird aus dem getrockneten Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen und besteht zu etwa 90 Prozent aus gesättigte Fettsäuren. In der Küche eignet sich das Öl am Besten zum scharfen Anbraten und Kochen, denn die gesunden Eigenschaften bleiben auch bei hohen Temperaturen erhalten. Kokosöl macht dich aber nicht nur von innen schön. Es ist ein wahres Beautyprodukt, macht Haut und Haare geschmeidig und kann durch seine fettlöslichen Eigenschaften auch als Reinigungsmittel verwendet werden.

Gut zu wissen: Je mehr gesättigte Fettsäuren ein Öl enthält, desto besser ist es zum heißen Anbraten geeignet.

Ganz gleich, welches Öl du verwendest. Achte auf Qualität und die richtige Lagerung. Nur so kannst du sichergehen, dass die Inhaltsstoffe enthalten sind und es auch bleiben. Du würdest ein bestimmtes Öl gerne mal ausprobieren, weißt aber nicht, wie du es am Besten einsetzt? In unserem Ernährungsguide findest du viele Rezepte! Schau vorbei und lass dich inspirieren.