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Denk schneller! So steigerst du deine Reaktionsfähigkeit

Reactions

Reaktionsgeschwindigkeit ist eine Fähigkeit, die im Sport oft unterschätzt wird. Sie bestimmt, wie schnell ein Athlet auf einen Reiz reagieren kann. Doch das ist noch nicht alles, denn kurze Reaktionszeiten sind in fast allen Sportarten und auch im Alltag wichtig. Die gute Nachricht: Reaktionsfähigkeit kann man trainieren.

Wenn du also zu denen gehörst, die beim Laufen im Freien oft stolpern oder im Mannschaftssport nie einen Ball fangen, erfährst du hier alles über Reaktionsfähigkeit, wie sie sich zusammensetzt und wie du sie verbessern kannst.

Die Grundlagen

Was bedeutet Reaktionsfähigkeit? Unsere Reaktionen werden von unserem Nervensystem bestimmt und gesteuert; genauer gesagt vom zentralen Nervensystem (bestehend aus Rückenmark und Gehirn) und vom peripheren Nervensystem (alle Nerven außerhalb der Wirbelsäule und des Gehirns).

Wenn dein Körper einen Reiz wahrnimmt, auf den er reagieren muss, wird ein Signal von den optischen Sensoren (den Augen) über die Neuronen an das Gehirn gesendet. Diese Signale werden vom zentralen Nervensystem verarbeitet, woraufhin eine Entscheidung getroffen wird. Das Signal des Gehirns wird dann über die efferenten, motorischen Neuronen an die zuständigen Muskeln weitergeleitet, die die Anweisung ausführen. Das alles läuft in Sekundenbruchteilen ab.

Reaktionen und Reflexe

Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen einer Reaktion und einem Reflex? Kurz gesagt, ja. Während wir durch unsere Reaktionen bewusst auf die verschiedensten Reize reagieren können, haben Reflexe die spezifische Funktion, uns vor Gefahren zu schützen. Da Reflexe schneller erfolgen müssen als eine Reaktion, durchlaufen die Signale direkt unser Rückenmark, ohne über das Gehirn zu gehen. Unsere Reaktionen müssen hingegen zuerst von unserem Gehirn verarbeitet werden.

So verbesserst du deine Reaktionsfähigkeit

Kurze Reaktionszeiten sind nicht nur beim Sprinten wichtig. Auch in vielen anderen Sportarten und Situationen ist es von großem Vorteil, schnell auf Reize reagieren zu können. Die gute Nachricht lautet, dass du diese Fähigkeit trainieren kannst, und zwar mit diesen vier Methoden:

  1. Sprints auf Signal Zusammen mit einem Freund oder Trainingspartner kannst du Sprinten auf Signal üben. Variiert das Timing, um eure Reaktionsfähigkeit wirklich auf die Probe zu stellen. Mit der Zeit wird euer Körper lernen, Impulse schneller zu verarbeiten.
  2. Techniktraining Indem du Exercises mit langsamem Tempo übst, gewöhnt sich dein Körper an die Bewegungen und verinnerlicht sie. Wenn du sie dann in einem Workout so schnell wie möglich absolvieren musst, wissen dein Gehirn und dein Körper schon genau, wie die Bewegungen funktionieren, und können sie auch in schnellem Tempo ohne langes Nachdenken korrekt ausführen.
  3. Plyometrisches Training Eine hohe Explosivkraft ist für eine gute Reaktionsfähigkeit entscheidend. Bei plyometrischen Übungen wie Squat Jumps oder Split Lunges bringen deine Muskeln in sehr kurzer Zeit maximale Kraft auf. Dadurch werden sie gestärkt und deine Explosivkraft gesteigert.
  4. Waldläufe Durch Läufe auf unebenem Untergrund trainierst du dein Gehirn, schnell auf Hindernisse zu reagieren. Wenn auch noch Äste und Steine auf deinem Weg herumliegen, ist dein Körper gezwungen, Signale schneller zu verarbeiten, was dazu beiträgt, deine Reaktionsfähigkeit zu steigern.

Zusammengefasst

Deine Reaktionsfähigkeit ist eine wichtige, jedoch oft unterschätzte Fähigkeit. Sie zu verbessern, bringt dir unzählige Vorteile — unabhängig von der Sportart, deinem Fitnesslevel oder deinem Alter. Versuche, einen unserer vier Tipps in dein Training zu integrieren, und erlebe die Vorteile am eigenen Körper.