Motivation: Was steckt eigentlich dahinter?

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Wieso neigen wir dazu so leicht wieder aufzugeben? Wieso fällt es immer schwerer anzufangen oder weiter zu machen, je länger der Vorsatz existiert? Dazu ist es zunächst wichtig, ein paar grundlegende Dinge über Motivation zu kennen, die wir euch im Folgenden näher bringen wollen.

Ein Blick hinter die Kulissen

Motivation – ein Hormonrausch

Alle Gefühle, die wir wahrnehmen sind das Resultat des Zusammenspiels verschiedener Hormone. So auch Motivation. Dopamin und Adrenalin treiben uns an, machen uns wach, fokussiert und wecken unseren Tatendrang. Gleichzeitig wird das Level von Hormonen mit negativer Wirkung wie Cortisol verringert.

Intrinsische und extrinsische Motivation

Man unterscheidet auf der ersten Ebene zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation – daneben viele Grau- und Zwischenstufen. Intrinsische Motivation beschreibt das innere Bestreben etwas zu tun. Sei es aus Spaß an der Sache, aus Interesse oder um einer Herausforderung willen. Bei der extrinsischen Motivation steht dagegen der Wunsch im Vordergrund, bestimmte Leistungen zu erbringen, weil man sich davon einen Vorteil oder eine Belohnung verspricht, Nachteile vermeiden möchte, oder sich durch Druck von außen verpflichtet fühlt.

Die Grenzen sind fließend!

Da es sich bei diesen Motivationsebenen um Idealtypen handelt, sind sie selten in Reinform anzutreffen – gerade wenn man bedenkt, dass sich dahinterliegende Motive oft nicht klar von der Handlung trennen lassen. Die Grenzen sind fließend, es gilt also die Balance zu finden! Dass intrinsische Motivation die wirkungsvollere von beiden ist, liegt auf der Hand. Dennoch ist extrinsische Motivation ein sehr starkes Instrument, dass man durchaus für sich nutzen kann, wenn das innere Bedürfnis etwas zu tun, nicht so stark ist. Studien zeigen, dass Menschen, die sich sowohl von innen heraus motiviert fühlen, als auch Anreize von außen wahrnehmen, den größten Erfolg haben und zufriedener sind.

Warum verlieren wir unsere Ziele aus den Augen?

Primärer vs. sekundärer Gewinn

Ein Problem liegt darin, dass der Gewinn solcher Tätigkeiten wie Sport treiben oder sich bewusster ernähren nicht auf den ersten Blick greifbar ist, sondern erst in der langen Frist sichtbar wird. Im Gegensatz dazu bietet die Couch zum ausruhen oder der fettige Burger schnelle Befriedigung. Gegen das was uns kurzfristig Befriedigung verspricht, nehmen wir den Gewinn langfristiger Ziele als sekundär wahr, auch wenn wir uns des größeren Wertes durchaus bewusst sind!

Hemmung durch Negativgefühle

Gerade weil wir uns der Nachteile schädlichen Verhaltens bewusst sind, bekommen wir ein schlechtes Gewissen und setzen uns selbst unter Druck. Negative Gefühle jeder Art lassen unser Stresslevel steigen und das wiederum kann zu noch mehr Unlust, bis hin zu einer Blockade führen. Je öfter wir uns so fühlen, umso stärker beeinflussen uns diese Gefühle, so dass der berühmte Teufelskreis entsteht. Dazu der Gedanke, dass ein anderer Zeitpunkt besser wäre, an dem man motivierter ist. Motivation, die in der Zukunft liegt wird jedoch häufig überschätzt. Im Gegenteil: Mit jedem vergangenen Tag schwindet die Motivation immer mehr.

Die entscheidende Frage ist jedoch immer noch: Was kann ich dagegen tun? Wie halte ich meine Vorsätze ein? In unserem Artikel über Motivationsstrategien erhaltet ihr viele nützliche Tipps, die euch kurz- und langfristig helfen, am Ball zu bleiben!