Mehr Energie durch Fasten?

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Der Wecker klingelt – draußen ist es noch dunkel. Wir kommen nach der Arbeit nach Hause – es ist wieder dunkel. Wenn die Sommertage sich dem Ende zuneigen, tun wir Athleten alles, um unsere Energielevel aufrechtzuerhalten und auf der Spur zu bleiben. Als nächstes auf unserer Liste von energiefördernden Lösungen: Intermittierendes Fasten. Auch wenn es in erster Linie als Methode zum Abnehmen bekannt ist, soll Fasten uns auch zu mehr Energie verhelfen. Wenn du also nach einem Weg suchst, die Winterdepression zu besiegen und den zusätzlichen Winterkilos den Kampf ansagen willst, lies weiter und erfahre, warum diese Ernährungsform dir dabei helfen kann:

Was ist intermittierendes Fasten?

Beim intermittierenden (unterbrochenen) Fasten wird die Kalorienaufnahme, also das Essen, auf eine bestimmte Zeit des Tages eingeschränkt. Moment mal – „eingeschränkt“? Man darf nur zu bestimmten Tageszeiten essen? Wie kann das gesund sein und sogar noch zu mehr Energie führen? Wir verraten dir ein Geheimnis, welches dir sicher noch neu ist: Du fastest bereits jeden Tag. Denk mal drüber nach: Während du schläfst, ist deine Fastenzeit und während du wach bist, ist deine Essenszeit. Auf diesem Prinzip und einigen zusätzlichen Regeln basiert intermittierendes Fasten.

Beim intermittierenden Fasten wird die Essensphase verkürzt und die Fastenphase verlängert. Dabei kannst du dir die Zeiten entweder selbst einteilen oder dich nach einem der Modelle richten, die aufgrund ihrer Wirkung und Umsetzbarkeit besonders beliebt sind. Am häufigsten wird die 16/8-Methode angewendet, bei der du deine Mahlzeiten während eines achtstündigen Zeitfensters einnimmst und während der restlichen 16 Stunden fastest.

Welche Änderungen bewirkt das Fasten?

Die wichtigen Fragen lauten: Warum fasten und was bringt es dir?

Der wichtigste Vorteil des Fastens ist, dass dadurch dein Stoffwechsel stark angekurbelt wird. Während der längeren Fastenzeit greift der Körper auf überflüssige Fettreserven als Energiequelle zurück und verbrennt diese. Klingt super, oder? Wer will nicht sein überflüssiges Körperfett loswerden?!

Was läuft dabei in deinem Körper genau ab?

Normalerweise verlässt sich dein Körper als primäre Energiequelle auf Kohlenhydrate, die du zu dir nimmst. Diese werden in Glukose zersetzt und in den Blutkreislauf freigegeben. Als Reaktion auf den steigenden Blutzuckerspiegel produziert der Körper Insulin – das Hormon, das die Fettsynthese und -speicherung induziert. Längere Zeit nichts zu essen bedeutet, dass du deinem Körper eine wichtige Glukosequelle entziehst, aus der er eigentlich seine Energie gewinnt. Der Glukosespiegel sinkt – der Insulinwert sinkt. Folglich sucht sich dein Körper eine alternative Energiequelle und verbrennt deshalb Fett. Indem du deine Insulinwerte durch die Aufnahme weniger Kohlenhydrate verringerst, kannst du also die Fettverbrennung steuern und aktiv anregen.

Was geschieht mit deinem Energielevel?

Davon abgesehen, dass du abnimmst, ist ein weiterer, weniger bekannter Vorteil des intermittierenden Fastens, dass dein Energielevel ansteigt. Wenn wir mehrmals im Laufe des Tages essen, durchläuft unser Stoffwechsel Zyklen, in denen er immer wieder Kohlenhydrate zersetzt und zu Blutzucker macht. Dieser wird danach in Energie umgewandelt oder in den Zellen für später gespeichert. Wenn der Blutzucker von deinem Körper verbraucht wird, sinkt der Spiegel in deinem Blut und mit ihm deine Energie und Konzentrationsfähigkeit. Dadurch wird ein „Hungersignal“ ausgelöst, das uns wahrscheinlich wieder zum Essen bringt… und der gesamte Vorgang beginnt wieder von vorn. Das ständige Steigen und Sinken des Blutzuckerspiegels belastet unseren Stoffwechsel und führt dazu, dass wir insgesamt weniger Energie haben und geistig weniger leistungsfähig sind.

Was ist beim intermittierenden Fasten anders?

Bei der Energiegewinnung aus Fett wird dieses langsam verdaut und muss zunächst zur Verarbeitung (in Ketone) über die Leber geleitet werden, bevor es als Energiequelle genutzt werden kann. Dieser Vorgang läuft kontinuierlich und gleichmäßig ohne Höhen und Tiefen ab, wodurch wir mehr Energie haben, uns besser fühlen und unsere Konzentrationsfähigkeit und kognitiven Funktionen ebenfalls höher sind.

Höherer Energiepegel, Fitnessziele schneller erreichen – wo ist der Haken?

So gut es sich auch anhört, intermittierendes Fasten ist nicht für jeden das Richtige. Es ist ein völliger neuer Lifestyle, an den sich dein Körper erst gewöhnen muss. Deshalb ist es am Anfang ganz normal, sich schlapp, extrem hungrig oder sogar schwindelig zu fühlen. Die Vorteile lassen einige Wochen auf sich warten. Also sei geduldig und lass dich von der schwierigen Anfangsphase nicht entmutigen. Halte durch und gib deinem Körper die Chance, sich an diesen neuen Ernährungsrhythmus zu gewöhnen. Mit der Zeit geht die Produktion des Hormons Ghrelin zurück, das dein Hunger- und Sättigungsgefühl beeinflusst, sodass du dich energiegeladener und weniger hungrig fühlst.

Probier es jetzt aus, bevor der Winter anfängt und fühl dich immer energiegeladen, egal wie dunkel, kalt oder trostlos es draußen aussieht.