Verkaufspsychologie: Wie Supermärkte uns verführen

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„Ich brauche nur ein paar Kleinigkeiten.” Wie oft sagen wir das, bevor wir in den Supermarkt gehen und am Ende doch wieder viel mehr kaufen, als wir eigentlich wollten. Vielen mag es nicht bewusst sein, dass in Supermärkten nichts dem Zufall überlassen wird, sondern von Verkaufspsychologen genau geplant ist: Von der Beleuchtung, über die Musik bis hin zur Platzierung der Produkte.

Wir verraten dir die Fallen und wie du sie umgehen kannst, damit beim nächsten Einkauf nur Dinge im Korb landen, die du wirklich brauchst.

Der Eingangsbereich

Bevor du den Supermarkt überhaupt betrittst, ziehen dich schon Obst und Gemüse in leuchtenden Farben in den Bann und geben dir ein gutes Gefühl. Bereits jetzt weißt du unterbewusst: „dieser Einkauf wird ein tolles Erlebnis.” Von der Obstabteilung geht es weiter zu den Backwaren, wo dir beim Duft nach frischem Gebäck das Wasser im Mund zusammenläuft – ab diesem Moment steuerst du den Einkauf nicht mehr mit dem Kopf, sondern mit dem Bauch. Manche Supermärkte platzieren auch Kaffee und Tee am Eingang, denn es gibt doch nichts Verlockenderes, als den Duft von frisch gemahlenem Kaffee und frisch gebackenem Brot. Plötzlich verspürst du Hunger.

Der mittlere Teil

Eine weitere clevere Methode ist die Kombination bestimmter Produkte. Wenn beispielsweise Tee in deinem Einkaufskorb landet, findest du direkt daneben gleich Kekse, die bestimmt hervorragend zu einer schönen Tasse Tee passen würden. So ein Zufall … Oder? Natürlich ist das kein Zufall. So genannte Komplementärprodukte (also Produkte, die sich ergänzen) werden meist nebeneinander platziert, um dir das Leben noch schwerer zu machen.

Nächster Halt: Molkereiprodukte. Hast du dich schon mal gefragt, warum alltägliche Lebensmittel wie Milch und Butter immer ganz am Ende des Supermarkts zu finden sind? Denk mal drüber nach: Wenn du die wirklich benötigten Lebensmittel sofort finden würdest, wärst du mit deinem Einkauf wahrscheinlich ziemlich schnell fertig. Du würdest nicht noch durch den restlichen Supermarkt gehen und dich von köstlichen Düften verführen lassen, oder sogar der Versuchung erliegen, Dinge zu kaufen die du plötzlich „brauchst”. Der Weg zu den Lebensmitteln, die du wirklich brauchst, soll bewusst möglichst lang sein.

Der Kassenbereich

Und wenn du denkst, du hast es geschafft, kommt die größte Herausforderung von allen: Lockmittel, die uns zu Impulskäufen verführen. Hier haben sogar die Willensstärksten unter uns Probleme, zu widerstehen. Kleinigkeiten wie Kaugummi, Zeitschriften und Bonbons umgeben uns von allen Seiten, wenn wir an der Kasse Schlange stehen. Oben drein zücken wir beim Bezahlen dann unsere Bonuskarte, um Punkte zu sammeln oder Rabatte zu erhalten – dafür sind sie doch da, oder? Wir erhalten Bonuskarten, weil die Supermärkte wollen, dass wir wiederkommen. Zudem untersuchen sie so unser Kaufverhalten und schicken gezielt Werbung von Produkten, die unserem Geschmack entsprechen.

Unser Tipp? Mach es auf die altmodische Art und nimm dir einen handgeschriebenen Einkaufszettel mit in den Supermarkt, oder nutze die Einkaufslistenfunktion beim Freeletics Nutrition Coach. So sparst du dir Zeit, Geld und kaufst keine unnötigen Dinge. Jetzt kennst du die Strategien der Supermärkte und kannst in Zukunft aufmerksamer einkaufen, um dabei ganz leicht deinen gesunden Lebensstil beizubehalten.