Feiern mit Freunden und Familie: Wenn der Festschmaus zum Problem wird

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Die Gefahr ist hoch, an den Festtagen zuzunehmen. Klar, wir alle lieben die Festtage und wann schlemmen, wenn nicht an den Feiertagen? Doch bevor du dieses Jahr mit der Schlemmerei beginnst, denke an deinen Magen. Denn während du den freien Tag in vollen Zügen genießt, macht dein Magen Überstunden, um all das Festessen zu verdauen. Und sicher kennst du die Müdigkeit nach schwerem Essen. Das könnte dein Magen sein, der deinem Gehirn signalisiert, dass er dringend eine Pause benötigt. Darum solltest du dieses Jahr mehr auf deinen Magen hören:

An einem normalen Tag würdest du deinen Teller wahrscheinlich nicht halb so voll machen, auf das Dessert verzichten und einen Salat als Beilage wählen. Was ist an den Feiertagen anders?

Hier spielt unser Umfeld eine entscheidende Rolle. Sind wir von anderen Menschen umgeben, sind unsere Essgewohnheiten anders, als wenn wir alleine sind. Wir passen uns automatisch an. Und an den Feiertagen ist es nun einmal normal, den ganzen Tag am Esstisch zu sitzen und möglichst viel zu essen. Da wir diesen „Normen“ entsprechen wollen, werfen wir unser normales Essverhalten über Bord und passen unser Verhalten dem Ereignis an – das bedeutet in diesem Fall Essen … und zwar viel. Warum du zu viel Essen lieber vermeiden solltest? Lies hier mehr:

Dein Körper ist überfordert

Neben der potentiellen Gewichtszunahme bei einer unnötig erhöhten Kalorienzufuhr kann zu viel Essen den Körper auch in anderer Form schaden: Verdauungsprobleme und Blähungen sind nicht nur unangenehm und sprengen womöglich deine Pläne für den Abend; du solltest auch Folgendes bedenken: Im Durchschnitt dauert es 1–3 Stunden, bis eine Mahlzeit vollständig verdaut ist. Wenn du überlegst, was du an den Feiertagen normalerweise so isst, wirst du wahrscheinlich feststellen, dass deine Portionen drei- bis viermal so groß ausfallen. Das bedeutet, dass es 9–12 Stunden dauern kann, bis dein Festessen verdaut ist – und das bedeutet für deinen Körper Arbeit, viel Arbeit. Das Herz etwa muss mehr Blut in Magen und Darm pumpen, damit die großen Mengen an Essen verdaut werden können. Der Blähbauch, den viele nach dem Essen bekommen, wird durch schwer verdauliches Essen verursacht, das unverdaut in den Dickdarm gelangt und dort beginnt, zu gären. Unschön, aber wichtig zu wissen!

Wann du lieber zu essen aufhören solltest

Der Punkt wird kommen, an dem dein Körper dir signalisiert, dass genug genug ist. Nach einem schweren Feiertags-Menü wird der Parasympathikus, eine Komponente des vegetativen Nervensystems, aktiviert und regt den Körper an, die aufgenommene Nahrung zu verdauen und eine Pause einzulegen. Dies wird auch als „Rest and Digest“-Funktion bezeichnet.  Zudem produzieren die Zellen in der Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin, das wiederum zu einer vermehrten Ausschüttung von Melatonin und Serotonin führt – Hormone, die dich sowohl schläfrig als auch glücklich machen. Es kann sogar passieren, dass deine Augen schwer werden, da durch die aufgenommene Nahrung der Glukosespiegel ansteigt. Dies kann die Neuronen im Gehirn beeinflussen, die die Orexine produzieren, die dich wach und aufmerksam halten – das ist besonders wichtig, wenn du das Glück hast, dieses Jahr während der Feiertage Autofahren zu müssen. Es ist wie mit Alkohol – hast du zu viel davon, solltest du nicht mehr fahren.

Mit Genuss, aber ohne Gier

Das Gute ist: Es gibt auch die Möglichkeit, sich an den Feiertagen nicht zu überessen. Klingt unmöglich. Ist es aber nicht. Höre dieses Jahr einfach mal auf deinen Körper. Spätestens, wenn du deinen Hosenknopf öffnen musst, solltest du aufhören zu essen. Oder zumindest eine Pause einlegen. Geh an die frische Luft und dreh eine Runde um den Block. Wenn du selbst das Essen veranstaltest, dann platziere die Servierteller in der Küche, weg aus dem Sichtfeld. Verwende kleinere Teller und verzichte auf Finger Food – das verleitet dazu, schneller und mehr zu essen. Nimm dir Zeit, iss in aller Ruhe und genieße den Tag, ohne Völlegefühl und schlechtes Gewissen am Abend.